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Tannheimer Tal Radmarathon

214 Kilometer, 3.500 Höhenmeter und wechselhaftes Wetter: Marion Dangeleit überzeugt beim Tannheimer Tal Radmarathon mit starker Renneinteilung, schnellen Gruppenfahrten und einem souveränen Sieg in ihrer Altersklasse.

Nachdem mein Mann Axel und ich die letzten beiden Jahre das Etappenrennen Tour Transalp bestritten haben, hatten wir uns dieses Jahr für drei einzelne Jedermannradrennen angemeldet. Erstes Rennen war am 6. Juli der Tannheimer Tal Radmarathon. Dieser ging über 214 km mit 3.500 hm von Tannheim über den Riedbergpass, dern Hochtannbergpass und den Gaichtpass.

Der Tag begann mit einem Frühstück im Dunkeln auf einem Campingplatz, da Start schon um 6 Uhr war. Anders als wir es von der Tour Transalp gewohnt waren, gab es keine Unterteilung in Startblöcke. Ich schaffte es zum Glück, mich relativ weit vorne aufzustellen und kam daher gut durch die ersten Kilometer, die auf sehr engen Wegen langführten und konnte dann erstmal im vorderen Feld mitfahren. Axel, der wegen eines Fahrradunfalls drei Wochen zuvor, nicht voll leistungsfähig war, hatte sich zum Start weiter hinten aufgestellt und wurde dann durch langsamere Teilnehmer ausgebremst und hatte im weiteren Rennverlauf keine guten Gruppen. Insgesamt 10 Minuten hinter mir haben ausgereicht, dass Axel in ein Gewitter kam und 40 km im Platzregen gefahren ist. Wasser von oben, von unten und vom Vordermann. Seine Hände waren so kalt und taub, dass er keine Gels mehr aus der Trikottasche holen konnte.

Da ich von Anfang an weiter vorne war, konnte ich im großen Starterfeld von fast 1300 Teilnehmern immer wieder gute Gruppen finden. Eine Zeitlang sind wir sogar als belgischer Kreisel gefahren. Für mich ist das Schönste an so einem Rennen in größeren Gruppen, richtig schnell zu fahren, denn dies macht Spaß und ist das, was ich nur im Wettkampf habe. Berghoch und runter fahren unterscheidet sich hingegen nicht so stark zu Trainingsrunden.

Nachdem bei so einem Jedermannrennen Männer und Frauen gemeinsam starten, aber von den knapp 1300 Teilnehmern nur 116 Frauen waren, fehlte mir im Rennen der Überblick, auf welcher Platzierung ich genau lag, wobei ich schon wusste, dass ich einigermaßen weit vorne war. Bis zum ersten Pass, den Riedbergpass, hatte ich ein paar Frauen im Blick, wobei ich den Pass aus Respekt vor der Gesamtdistanz von 214 km, in meinem Tempo hochgefahren bin, um nicht am Anfang zu überziehen. Die ganz schnellen Frauen waren dann weg und ich war erst mal nur von Männern umgeben. Nachdem ich nach ca. 125 km an einer Verpflegungsstelle kurz gehalten habe, um meine Wasserflaschen aufzufüllen, waren in der Zeit zwei Frauen vorbeigefahren, die ich aber am Anstieg auf den Hochtannbergpass bald wieder überholt hatte. Beim letzten Anstieg auf den Gaichtpass fing es dann zu schütten an. Zum Glück war es für mich nicht mehr weit ins Ziel. Ich habe mit einem Schnitt von 32,6 km/h meine Altersklasse mit fast einer Stunde Vorsprung gewonnen und wurde insgesamt sechste Frau, so dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden war.

Marion Dangeleit

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